Chronologie

Mitte 1996Erstmals wird von einem Hotelanbau an das BGH gesprochen.
Febr./März 1997Wahlkampf: Die Borkener FWG ist für den Umbau des BGH – aber gegen
den Bau des Hotels.
19.06.1997Vom neuen Magistrat (1997 – 2001) wird der Anbau eines 60 Betten-
Hotels an das Bürgerhaus empfohlen.
02.07.1997Vom neuen Finanzausschusses wird dem Hotelanbau zugestimmt (SPD 5
x Ja, FWG 2 x Enth. CDU 1 x Nein).
09.07.1997Baubeginn
"Roter Löwe" 6/97Die SPD begründet den Hotelbau mit der Schaffung von Arbeitsplätzen
und der zusätzlichen Kaufkraft der Hotelbesucher.
21.07.1997Die Stadtverordnetenversammlung beschließt mit den Stimmen der SPD
die Renovierung des BGH und den Hotelanbau. SPD: Es geht um die
Zukunft der Stadt Borken.
20.05.1998Umsatzbezogener Pachtvertrag mit den ersten beiden Pächtern. Vertragsbeginn:
01.12.1998.
20.11.1999Die Mitpächterin steigt aus. Der verbliebene Pächter will den Betrieb bis Mitte
Januar 2000 sicherstellen.
13.01.2000Der Vermieter mahnt Pachtrückstände und andere Forderungen gegenüber dem
Pächter an.
19.11.2000Die Pachtrückstände sind weiter angestiegen.
12.09.2001Dem Mieter wird zum 31.10. 2001 gekündigt.
18.10.2001Die Kündigung wird außer Kraft gesetzt, dann zum 21.01.2002 erneut ausgesprochen.
18.01.2002Der Pächter hat Insolvenz angemeldet und ist verschwunden. Was er
an Schulden hinterlässt, darüber gibt es keine Angaben. Bis ein neuer
Pächter gefunden ist, wird das Hotel/Restaurant in städtischer Regie
betrieben.
01.07.2002Ein neuer Pächter übernimmt das BGH, Restaurant und Hotel pachtfrei bis
zum 31.12.2002. Danach gestaffelte Pachtzahlungen zu pächterfreundlichen
Bedingungen. Der Vertrag läuft bis 2012.
Januar 2003Der Strukturbeirat schlägt vor, das Hotel europaweit zum Kauf auszuschreiben.
Der abgeschlossene Pachtvertrag sei dabei kein Hindernis.
07.07.2003Ein Makler soll die Immobilie bundesweit vermarkten. Honorar 45 TEUR.
23.03.2004Die Eintreibung bestehender Forderungen gegen den ersten, insolventen
Pächter ist ergebnislos verlaufen.
18.01.2005Der neue Pächter unterbreitet der Stadt ein Kaufangebot.
17.02.2005 Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Immobilien- und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Borken (mittlerweile in der Stadtwerke GmbH aufgegangen) stimmen für die Annahme des Kaufangebotes.
02.03.2005 Beurkundung der Angebotsannahme.
24.05.2005Die CDU-Fraktion informiert die Stadtverordneten dahingehend, dass der
Makler einerseits Vermittler der Stadt sei, andererseits aber auch gemeinsam
mit dem Pächter als Käufer auftrete. Daraufhin beantragt die FWG-Fraktion
eine Absetzung und Vertagung der Beratung. Mit der SPD Mehrheit wird
dieser Antrag abgelehnt. Aus Protest verlassen CDU- u. FWG-Fraktion die
Sitzung und die SPD-Fraktion beschließt die Annahme des Kaufangebotes
mit ihrer absoluten Mehrheit in Abwesenheit der Opposition.
26.05.2005Die Fritzlar-Homberger Allgemeine berichtet über die Stadtverordnetenversammlung
unter dem Titel: „Monopoly mit Unbekannten“.
28.02.2008 Die Käufer melden Insolvenz an.
22.10.2008Insolvenzplan: Grundvermögen der Hotel GmbH: 625/1000 Anteil am
BGH/Hotel). Lt. Dem Insolvenzverwalter beträgt der Verkehrswert in
2008: 1.050.000 EUR. Die Wirtschaftliche Prognose des Verwalters:
„Kaum Überlebenschancen für das Hotel .“
28.04.2009 Die Insolvenz der Hotel GmbH wird für beendet erklärt. Die Stadt hat
großes Interesse daran, sowohl Restaurant, als auch das Hotel in der
jetzigen Form weiter zu betreiben. Der Verzicht auf Forderungen und
die Annahme des Insolvenzplans ist hierfür Voraussetzung.
25.06.2012 Die Stadt Borken beauftragt ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungs-
Institut und bittet um eine wirtschaftliche Einschätzung der Lage.
2005 bis 2013In diesen Jahren zahlen die Eigentümer weder Tilgungsraten noch Zinsen,
sowie das Hausgeld unregelmäßig und, wenn überhaupt, nicht in voller Höhe.
November 2013Aufgrund der Einschätzung der Wirtschaftsprüfer aus dem Herbst 2012
beschließt der Magistrat die Rückübertragung des Hotels/Restaurants
auf die Stadtwerke GmbH zum Jahresende 2013
Dabei werden sämtliche Vermögensgegenstände an die Stadtwerke
übertragen, wobei der vereinbarte Kaufpreis mit dem Anspruch
auf Rückzahlung des Darlehens und der noch offenen Forderungen
verrechnet werden.
Die Kosten für die Rückübertragung zu Lasten der Stadt werden mit
etwa 500 TEUR angegeben.
Seit 2014Subventionierung des Hotels (nicht des Bürgerhauses) mit jährlich 80
bis 100 TEUR aus dem städtischen Haushalt.

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