Borkener Hallenbad schließt

Bericht aus der HNA vom 28.03.2019

 

Nur noch zwei Hallenbäder im Schwalm-Eder-Kreis geöffnet: Borkener Bad schließt

Hiobsbotschaft für die örtlichen Schwimmvereine, die DLRG und alle Schwimmbadfans: Nach dem Gudensberger Hallenbad wird ab Juni auch das Borkener Hallenbad auf unabsehbare Zeit nicht mehr nutzbar sein.

Das wurde anlässlich der DLRG-Bezirkswettkämpfe in Borken bekannt, die am Wochenende stattfanden. Das Hallenbad in Gudensberg ist seit eineinhalb Jahren geschlossen.

Foto: Peter Zerhau (HNA)

In beiden Fällen – Gudensberg und Borken – ist der Sanierungsbedarf der Grund für die Schließung. Während in Gudensberg die Suche nach den Gründen für die Schäden in der Dachkonstruktion seit geraumer Zeit läuft und die Stadt bereits Geld für die Reparaturen bereitgestellt hat, bestätigte Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm der HNA, dass mindestens das Dach des Bades erneuert werden müsse.

Weitere Untersuchungen stehen an, im Herbst sollten Ergebnisse vorliegen. Wie der Bürgermeister ergänzte, haben sich bei Gesprächen die Stadtverordneten für den Erhalt des Schwimmbadstandortes ausgesprochen.

Der Landkreis Schwalm-Eder ist rechtlich an vier Hallenbädern im Kreis beteiligt: Neben Gudensberg und Borken sind das die Bäder in Melsungen und Schwalmstadt. „Wir wollen diese Bäder auch in Zukunft an allen Standorten erhalten“, betonte Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann gegenüber der HNA. Die Hallenbäder würden der Grundversorgung der Menschen im Landkreis für Schwimmausbildung und Schwimmsport dienen.

Schließung wegen statischer Mängel

Laut Kaufmann, der auch Vorsitzender des Hallenbadbeirats in Borken ist, darf das Bad ab Mitte 2019 wegen statischer Mängel nicht mehr betrieben werden. Bis zum Ende der Sommerpause soll es ein Gutachten eines Prüfstatikers geben, ob und inwieweit das Bad sanierungsfähig ist. Gefordert wird zudem eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, ob eine Sanierung sinnvoll wäre oder alternativ ein Neubau an dem Standort in Frage komme. Erst danach müssten Stadt und Kreis gemeinsam entscheiden. 

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